Tagesausflug nach Dieblich

Der Tagesausflug 2009

Die Ausflüge der Jahre 2007 und 2008 waren Exkursionen in die jüngere und ältere Geschichte unserer Region.

Diesmal war alles auf ein gemütliches Beisammensein ausgelegt. Dies galt insbesondere für die Kolleginnen und Kollegen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind.

Ziel war Dieblich an der Mosel, unweit von Koblenz. Dieser Ort lebt vom Weinbau und Tourismus. Ein Blick genügt und man sieht mit welchem Aufwand die Winzer ihren Lebensunterhalt verdienen müssen. Es gibt zwar heute viele Hilfsmittel, aber in den Steilhängen zu arbeiten ist immer noch Knochenarbeit. Es wurden Wirtschaftswege angelegt, die auch Wanderern zu gute kommen und von wo aus man einen herrlichen Blick auf die Mosel hat. Umgekehrt ist es aber auch ein Erlebnis, vom Schiff aus die Steilhänge an sich vorbeiziehen zu lassen. Und genau das war diesmal vorgesehen:

Am 05.05. fuhr die Seniorengruppe Brühl/Wesseling/Erftstadt mit Wolfgang Baum als Reiseleiter und 45 Teilnehmern bei gutem Wetter Richtung Süden. Am Deutschen Eck in Koblenz legte man eine Pause ein.

Wegen der strategischen Lage war die Stadt jahrhunderte lang besonders für das Militär von Bedeutung. Vor 2000 Jahren von den Römern gegründet, ist sie bis heute Garnisonsstadt und beherbergt das größte Bundeswehrkrankenhaus so wie weitere Organisationseinheiten der Bundeswehr. Vom Deutschen Eck aus sieht man auf der rechten Rheinseite die Festung Ehrenbreitstein. Die alte Festung wurde 1801 von den Franzosen mit 30 000 Pfund Pulver gesprengt. Nachdem die Preußen wieder Herr der Rheinprovinz waren, bauten sie die Festung nach neuesten Erkenntnissen wieder auf. Sie wurde viermal verteidigungsbereit gemacht, aber niemals angegriffen. So kann man sie heute in ihrer ursprünglichen Form von außen und von innen besichtigen. Hier ist auch das Bundesarchiv untergebracht.

Nach etwa 20 Minuten fuhr die Gruppe dann weiter nach Dieblich. Hier war im Hotel Pistono ein reichliches Büffet aufgebaut um die hungrigen und vor allen Dingen durstigen Seniorinnen und Senioren für die vorgesehene Schifffahrt auf der Mosel zu rüsten. Gegen 14 Uhr waren alle gut versorgt und der Bus brachte die Gesellschaft zur Schiffsanlegestelle. Nachdem alle auf dem Schiff waren, ging es Mosel abwärts Richtung Koblenz. Kurz vor Koblenz wendete das Schiff um wieder nach Dieblich zurück zu fahren. Die Familie Pistono erwartete gegen 16 Uhr alle im Café am Moselufer. Nach dem sich dann alle ausgiebig mit Kaffee und Kuchen versorgt hatten (manche auch mit Bier), wurde um 18 Uhr die Heimfahrt angetreten.

Die Seniorengruppe Hürth/Frechen/Pulheim begab sich eine Woche später mit gleichem Ziel auf Reise. Werner Schmitz war diesmal Reiseleiter mit ebenfalls 45 Teilnehmern. Gegen 10 Uhr hatte man alle an Bord und es ging ab auf die A 61 gegen Süden. Zunächst war das Wetter noch durchwachsen, aber dann fing es an zu regnen und hörte auch nicht mehr auf. An einen Stopp am Deutschen Eck in Koblenz war nicht zu denken. Also fuhr man direkt nach Dieblich zum Hotel Pistono. Man war zwar etwas früh, aber saß im Trocknen. Nach dem Essen brachte der Bus die Gruppe zur Schiffsanlegestelle. Wie schon bemerkt, es regnete ohne Pause und beim Einschiffen bekamen die meisten schon nasse Füße, denn der Zugang zur Anlegestelle glich einem See. Die Schifffahrt lief genau so ab wie eine Woche vorher. Wegen des Dauerregens hatten der Reiseleiter, der Busfahrer und der Schiffsführer aber vereinbart, uns auf der Rückfahrt schon in Winningen an Land gehen zu lassen. Dies kostete zwar ein halbe Stunde Zeit, war aber komfortabler und vor allen Dingen sicherer. Per Bus ging es dann wieder zurück nach Dieblich zum Nachmittagskaffee. Kurz nach 18:00 Uhr wurde dann die Rückreise angetreten.

Als Fazit kann man sagen, obwohl beide Ausflüge bei gleichem Ziel, aber witterungsbedingt mit etwas unterschiedlichem Ablauf, ein Erfolg waren. Vom Schiff aus konnte man die Landschaft genießen und Neuigkeiten seit der letzten Fahrt austauschen.

Zu bemerken bleibt noch, dass auch diesmal die Firma Schilling-Reisen uns sicher durch die Gefilde geführt hat.

Allen sei an dieser Stelle gedankt, die an der Planung und Durchführung dieses Ausflugs mitgewirkt haben.

(H. V.)