Tagesausflug nach Monschau

Der Tagesausflug der Seniorengruppe Hürth/Frechen/ Pulheim am 07.06.2007 zur Burg Vogelsang und nach Monschau.

Offenbar war das Ziel gut gewählt, denn nachdem unser Busfahrer Peter von der Fa. Schilling-Reisen alle Leute eingesammelt hatte, war der Bus voll.

Das Wetter war angenehm, und dann ging es Richtung Eifel.

Die Eifel hat ihre Tücken, denn auch erfahrene Busfahrer brauchen Hilfe, wenn eine Umleitung angesagt ist. Zum Glück hatten wir Werner Schmitz an Bord.

Mit etwas Verspätung erreichten wir das Ziel: Burg Vogelsang.

Die Burg wurde ab 1934 als NS-Schulungszentrum auf einem etwa 100 Hektar großen Gelände errichtet. Hier sollte die Parteielite der NSDAP herangezogen werden, die im Rahmen eines dreieinhalbjährigen Schulungsverlaufs für 1 Jahr hier ausgebildet wurde. Entsprechend der NS-Ideologie wurde Die Burg in Anlehnung an den Deutschen Orden (Missionierung des Ostens) als „Ordensburg“ bezeichnet. Ihre Insassen (Schüler) als „Junker“. Diese Bezeichnungen lassen erahnen, wohin die Planungen der Nazis letztendlich gingen.

Laut Aussage des Referenten (der Begriff „Führer“ ist bes. hier negativ belegt) wurden von 3 geplanten Bauabschnitten nur 2 fertig gestellt. Bauherr war die Deutsche Arbeitsfront (DAF). Mit Beginn des 2. Weltkrieges wurde der Lehrbetrieb eingestellt und die Burg der Wehrmacht unterstellt.

Die Bauarbeiten wurden 1940 eingestellt.Ab 1941 Nutzung als „Adolf-Hitler-Schule“ (Internatsbetrieb).1944 zerstörten alliierte Luftangriffe einen Teil der Anlagen.

1945 besetzten US-Truppen das Gelände und britische Truppen nutzten es als Truppenübungsplatz (ab 1946).

1950 übernahm das belgische Militär das Areal.

Von 1955 – 2005 war Burg Vogelsang NATO-Truppenübungsplatz unter belgischer Hoheit.

Am 08.12.2005 erfolgte die Rückgabe an die Bundesrepublik Deutschland und wurde am 01.01.2006 für Besucher geöffnet. Das Gelände um die Burg ist für Wanderer ein wahres Paradies (Nationalpark Nordeifel). Die Wanderwege sind markiert und bieten herrliche Ausblicke.

Über die weitere Nutzung der Burg Vogelsang ist noch nicht entschieden, da hier besondere Aspekte zu beachten sind. Man will auf jeden Fall verhindern, dass gewisse Minderheiten sie für ihre Zwecke als Kultstätte nutzen. Nach soviel „Geschichte“ knurrten die Mägen und verlangten nach Füllung.